In eigener Sache: Ich wechsle zu Glossybox

Das Wichtigste vorweg: Ich verlasse die E-Plus Gruppe zum 30. November 2013 und werde ab dem 1. Dezember als Global Head of PR & Communications für Glossybox arbeiten.

Natürlich freue ich mich riesig auf die neue Aufgabe, die in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung darstellt: Ich begebe mich in ein Segment (Beauty), in dem ich vorher noch nicht tätig war und verantworte nicht nur die Kommunikation im deutschen Heimatmarkt sondern gleich in 15 Ländern. Zudem verlasse ich den (vermeintlich) sicheren Hafen eines Konzerns und betrete das Deck eines schnellen und dynamischen Start-Ups. Genau das (und noch Vieles mehr) reizt mich, um nach gut dreieinhalb Jahren E-Plus zu verlassen und mich einem jungen und enorm erfolgsorientierten Team anzuschließen.

Natürlich fällt mir dieser Schritt nicht leicht, schließlich hinterlassen dreieinhalb Jahre ihre Spuren. Ich gehe, wohlwissend, dass ich ein tolles Team und ein großartiges Unternehmen verlasse, in dem ich frei und ohne jeden Rechtfertigungsdruck arbeiten konnte. Daher möchte ich nicht nur meinem unmittelbaren Umfeld Unter den Linden 10 für die Unterstützung sondern auch den vielen Kollegen in Düsseldorf danken. Ganz besonders gilt mein Dank meinem alten Chef Gunnar Bender, weil er mir zugetraut hat, diesen Job zu übernehmen und ihn erfolgreich bewältigen zu können, und Thorsten Dirks, CEO der E-Plus Gruppe, der sämtliche Hindernisse stets aus dem Weg geräumt hat, damit wir für E-Plus MACHEN und somit das Maximum herausholen konnten.

Ich bin schon jetzt sehr gespannt und freue mich auf die neuen Kollegen und Aufgaben, die mich ab dem 1. Dezember bei Glossybox erwarten.

Hier gibt es die offizielle Meldung.

GLOSSYBOX_logo

Wir machen dieses Social Media

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Es sind schon ein paar Jahre vergangen, seitdem ich meinen Abschluss an der Hochschule machte. Dabei kann ich mich noch sehr deutlich daran erinnern, wie ich wochenlang nach einem Thema für meine Abschlussarbeit suchte und sie nach langem Zögern und Hadern endlich im Wesen von Corporate Blogs fand. Es war das Jahr 2007, und es war damals nicht allzu viel Literatur zu dem Thema vorhanden. Umso dankbarer war ich, als ich Klaus Ecks Buch „Corporate Blogs“ – das man auch heute noch bedenkenlos lesen kann – fand. Ich hatte damals großes Glück, weil Klaus auch noch so nett war und mir als Experte Fragen beantwortete.

Warum man diese Art von Bücher braucht

Immer wieder muss ich mir diese Geschichte vor Augen führen, wenn ich auf Bücher zum Thema Kommunikation und insbesondere zu Social Media stoße. In der Regel nämlich reagiere ich nicht gerade aufgeschlossen, weil ich denke, dass alles, was man zu dem Thema wissen sollte, im Internet steht und man nur zu suchen braucht. So einfach ist das aber eben nicht in allen Lebenslagen (s.o.).

Darum habe ich auch meine Teilnahme zugesagt, als Malina Kruse-Wiegand vor ein paar Monaten auf mich zugekommen ist und mich gefragt habe, ob ich es mir vorstellen kann, ein Kapitel zum Buch „Wir machen dieses Social Media“ beizutragen. Konnte ich – zumal viele Leute, die ich achte, ebenfalls mit an Bord sind: Volker Gaßner (Greenpeace), Thomas Knüwer (kpunktnull), Alexander Lengen (Opel), Jan-Paul Schmidt (Scout24), natürlich Malina (Tchibo) und viele weitere.

Mein Thema: Online trifft auf Offline

Das Thema war schnell klar: Die Kombination von Online- und Offline-Kommunikation oder – wie wir es im Buch genannt haben: „Online trifft Offline – digitale Event-Kommunikation“. Mit diversen UdL Digital-Formaten und dem BASE_camp setzen wir bewusst darauf, die Schwächen von Online-Kommunikation durch persönliche Begegnungen wettzumachen. Wie man das besonders öffentlichkeitswirksam tun kann, das lege ich im Buch „Wir machen dieses Social Media“ dar.

WMDSM_Kriwoj by UdL Digital

Content Marketing: OK, dann nennen wir es eben so

Content ist das A und O

Content ist das A und O

Mein Auftrag, als ich zu E-Plus kam, war: “Nutz die Möglicheiten von Social Media, um zu den für die E-Plus Gruppe relevanten politischen Stakeholder eine positive Beziehung aufzubauen.” Nun, ich bin mir sicher, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, dieses Ziel zu erreichen. Mein Ansatz lautete und lautet nach wie vor: Am ehesten wirst Du für Menschen im Internet dann relevant, wenn es Dir gelingt, für sie interessante und spannende Inhalte bereitzustellen. Neuerdings nennt man diesen Ansatz auch Content Marketing.

Öfter mal NEIN sagen

UdL Digital, so nannten wir unsere Plattform, hat sich im Laufe der letzten knapp dreieinhalb Jahre zu einem – so sagt man mir – ziemlich guten Case für politische Kommunikation im Internet entwickelt. Immer wieder, und das freut mich mit am meisten, kommen Vertreter von anderen Unternehmen (durchaus auch von der Konkurrenz) auf mich zu und fragen mich nach unserem “Erfolgsgeheimnis”. Ich antworte dann, wie ich meine, nicht immer zufriedenstellend: “Es gibt kein Geheimnis. Wir arbeiten empathisch und schreiben nur über die Themen, die uns selbst wirklich interessieren.” Was ich damit auch sagen will: Wir schreiben über sehr viele Themen nicht – und zwar dann, wenn sie uns nicht interessieren. Das ist in der Praxis nicht immer leicht, weil es hin und wieder einige Bereiche gibt, die für das Unternehmen E-Plus wirtschaftlich so relevant sind, dass mein Arbeitgeber gut beraten wäre, mir zu kündigen, wenn ich sie inhaltlich nicht über UdL Digital aufbereiten würde. Und trotzdem ist es auch mein gutes Recht zu sagen: Nein, das machen wir nicht. Und zwar so lange, bis es uns gelingt, einen so interessanten Winkel zu finden, den wir selbst spannend finden. Denn das Problem ist doch Folgendes: Wenn wir selbst von unseren Themen nicht überzeugt sind, wie sollen wir dann Andere überzeugen?

Soll ich also unser Erfolgsgeheimnis verraten, antworte ich demnächst: So oft nein sagen und so oft neu nachdenken, bis ein Ja zwangsläufig ist.

Ich bin ein wenig überrascht, dass sich das Thema Content Marketing zum Hype-Thema 2013 entwickelt. Positiv überrascht. Seit nunmehr sechs Jahren ist Content-Produktion und -Distribution für mich ein wesentlicher Bestandteil meiner Kommunikationsarbeit. Aus vielen verschiedenen Gründen. Hat sich das bewährt? Ganz klar JA. Ich habe mich nie als Vorreiter für Content Marketing gefühlt, und doch war ich sehr geschmeichelt, als die Redaktion von Content-Marketing.com, eine Plattform, auf der u.a. Joe Pulizzi, immerhin einer der gobal prominentesten Verfechter des Content Marketings als Autor fungiert, auf mich zutrat, um mich ebenfalls als Gast-Autor zu gewinnen. Kurze Rede: Hier kann man meinen ersten Beitrag lesen.

Und: Nach gut drei Jahren haben wir UdL Digital einem Re-Launch unterzogen. Mir gefällt es, Euch hoffentlich ebenso.