Content Marketing: OK, dann nennen wir es eben so

Content ist das A und O

Content ist das A und O

Mein Auftrag, als ich zu E-Plus kam, war: “Nutz die Möglicheiten von Social Media, um zu den für die E-Plus Gruppe relevanten politischen Stakeholder eine positive Beziehung aufzubauen.” Nun, ich bin mir sicher, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, dieses Ziel zu erreichen. Mein Ansatz lautete und lautet nach wie vor: Am ehesten wirst Du für Menschen im Internet dann relevant, wenn es Dir gelingt, für sie interessante und spannende Inhalte bereitzustellen. Neuerdings nennt man diesen Ansatz auch Content Marketing.

Öfter mal NEIN sagen

UdL Digital, so nannten wir unsere Plattform, hat sich im Laufe der letzten knapp dreieinhalb Jahre zu einem – so sagt man mir – ziemlich guten Case für politische Kommunikation im Internet entwickelt. Immer wieder, und das freut mich mit am meisten, kommen Vertreter von anderen Unternehmen (durchaus auch von der Konkurrenz) auf mich zu und fragen mich nach unserem “Erfolgsgeheimnis”. Ich antworte dann, wie ich meine, nicht immer zufriedenstellend: “Es gibt kein Geheimnis. Wir arbeiten empathisch und schreiben nur über die Themen, die uns selbst wirklich interessieren.” Was ich damit auch sagen will: Wir schreiben über sehr viele Themen nicht – und zwar dann, wenn sie uns nicht interessieren. Das ist in der Praxis nicht immer leicht, weil es hin und wieder einige Bereiche gibt, die für das Unternehmen E-Plus wirtschaftlich so relevant sind, dass mein Arbeitgeber gut beraten wäre, mir zu kündigen, wenn ich sie inhaltlich nicht über UdL Digital aufbereiten würde. Und trotzdem ist es auch mein gutes Recht zu sagen: Nein, das machen wir nicht. Und zwar so lange, bis es uns gelingt, einen so interessanten Winkel zu finden, den wir selbst spannend finden. Denn das Problem ist doch Folgendes: Wenn wir selbst von unseren Themen nicht überzeugt sind, wie sollen wir dann Andere überzeugen?

Soll ich also unser Erfolgsgeheimnis verraten, antworte ich demnächst: So oft nein sagen und so oft neu nachdenken, bis ein Ja zwangsläufig ist.

Ich bin ein wenig überrascht, dass sich das Thema Content Marketing zum Hype-Thema 2013 entwickelt. Positiv überrascht. Seit nunmehr sechs Jahren ist Content-Produktion und -Distribution für mich ein wesentlicher Bestandteil meiner Kommunikationsarbeit. Aus vielen verschiedenen Gründen. Hat sich das bewährt? Ganz klar JA. Ich habe mich nie als Vorreiter für Content Marketing gefühlt, und doch war ich sehr geschmeichelt, als die Redaktion von Content-Marketing.com, eine Plattform, auf der u.a. Joe Pulizzi, immerhin einer der gobal prominentesten Verfechter des Content Marketings als Autor fungiert, auf mich zutrat, um mich ebenfalls als Gast-Autor zu gewinnen. Kurze Rede: Hier kann man meinen ersten Beitrag lesen.

Und: Nach gut drei Jahren haben wir UdL Digital einem Re-Launch unterzogen. Mir gefällt es, Euch hoffentlich ebenso.